In den statischen Wettbewerbe werden das technische Verständnis und die Kenntnisse der Teilnehmer und Teilnehmerinnen in den Bereichen Konstruktion, Mechanik und Festigkeitslehre, Fertigungstechnik sowie Qualitätssicherung bewertet.
Es gibt zwei Beurteilungskommissionen (Jury mit jeweils mehreren Personen). Die ersten Fahrzeuge werden von beiden Jury-Teams gemeinsam bewertet (zur Kalibrierung). Die weiteren Teams werden jeweils von einer Jury beurteilt.
Jedes Team muss die Fahrzeugspezifikation ihres Zero Emission Fahrzeugs mit sich führen. Für die Fahrzeugspezifikation wird es eine Vorlage geben, damit das Format einheitlich und gut lesbar ist.
Pro Kategorie dürfen maximal zwei Teammitglieder am Fahrzeug stehen. Die anderen Teammitglieder dürfen die Kommunikation nicht stören und müssen drei Meter Abstand vom Fahrzeug halten. Diese Regel dient der Übersichtlichkeit. Des Weiteren wird dadurch vermieden, dass mehrere Teammitglieder auf einmal mit einem Mitglieder der Jury reden.
Der Teil des Teams, der am Fahrzeug steht muss zuerst das Fahrzeugkonzept in maximal sechs Minuten vorstellen. Hierbei sollten die einzelnen Teammitglieder mit ihrem jeweiligen Aufgabenbereich vorgestellt werden, sodass die Mitglieder der Jury diese dann zu ihrer Kategorie befragen können. Danach erfolgt eine Phase von 20 Minuten, in der die Jury die Bewertung anhand der festgelegten Kriterien durchführt.
Im Anschluss kommt die Jury zu einer Entscheidung bezüglich der Gesamtbewertung des Teams. Zeitgleich mit der Jurysitzung beantworten maximal zwei Teammitglieder einen Multiple Choice Test über die Grundlagen der Elektromobilität. Eine entsprechende Lernunterlage im Ausmaß von zirka 20 Seiten wird den teilnehmenden Schulen bis spätestens Mitte September des Kalenderjahres übermittelt.
Die einzelnen Teammitglieder sind die Experten und Expertinnen ihrer spezifischen Baugruppen. Sie müssen anhand der Fahrzeugspezifikation ihre berechnete und gebaute Komponente erklären und ihr Wissen vermitteln. Sie müssen auf die Fragen der Mitglieder der Jury eingehen und diese beantworten. Zu dem inspizieren die Mitglieder der Jury das Fahrzeug.
Es ist den Teammitgliedern am Fahrzeug erlaubt, während der Bewertung durch die Mitglieder der Jury, mit einem anderen Teammitglied, welches nicht beim Fahrzeug steht, die Position zur Beantwortung der Fragen zu tauschen. Dies ist beliebig oft möglich und führt zu keinem Punkteabzug.
Das Team muss das ganze Fahrzeug kennen und die Fragen der Jurymitgliedern beantworten können. Daher ist zu empfehlen, das Wissen über die Komponenten des Fahrzeugs an die Teammitglieder nachfolgender Jahre weiterzugeben, sodass diese weiterhin die Kenntnis über das gesamte Fahrzeug besitzen.
Jede Kategorie mit den folgenden Schwerpunkten bewertet:
Entwurf ( 25%):
* Bewertung des vom Team angewandten Entwurfsprozesses. Handelt es sich um einen neuen Entwurf, eine Weiterentwicklung oder eine vollständige Übertragung?
* Wurden verschiedene Entwurfsoptionen in Betracht gezogen?
* Wurden vor dem Bau geeignete Analysen durchgeführt?
Bau ( 25%):
* Spiegelt das vorgelegte Exemplar die frühe Entwurfsarbeit wieder?
* Wird es im Entwurfsbericht wiedergegeben?
* Wenn nicht, warum nicht?
* Welche besonderen Überlegungen zur Fertigung wurden gab es?
Verfeinerung/Validierung ( 25%):
* Wie gründlich und ehrlich ist das Team bei den Tests vorgegangen?
* Wurde ein Testplan entwickelt und ausgeführt?
* Wurden Diskrepanzen zwischen den vorhergesagten und getesteten Ergebnissen dokumentiert und wurde darauf reagiert, um die endgültige Version zu verbessern?
Verstehen ( 25%):
* Ist das Team, welches das Fahrzeug beim Wettbewerb vorstellt, wirklich mit dem Design vertraut?
* Kann es schnell detaillierte Antworten zu jedem Teilsystem geben, oder müssen sie jemand anderen Fragen?